Juni 2006:

Geländegängig muss er sein

 

Spenden aus Bayreuth für Transportauto in Tansania

BAYREUTH

Rotary Club Auto Machame

Foto: Nordbayerischer Kurier

Die Dekanate Bayreuth und Bad Bemeck kümmem. sich um zwei Krankenhäuser im Norden Tansanias: Nun braucht eines der Krankenhauser, das Machame-Hospital, einen neuen Transporter, doch das Geld dafür fehlte: Der Rotary Club springt ein und spendet 17 500 Euro.

"Die lokale Kirche hat schon Probleme, ihre laufenden Kosten zu decken. Und bereits. vorher geplante Projekte müssen auch wegen der deutlich rückläufigen Kirchensteuereinnahmen der früher so finanzstarken deutschen Kirchen verschoben oder ganz gestrichen werden", erklärt der Bayreuther Mediziner Dr. Fritz Seiler. Auch die Medizinische Notversorgung Tansania, so lautet der Name des Projekts der beiden Dekanate, hat nicht genügend Mittel.

Seiler dankte im Namen des Krankenhauses, als ihm Horst Simper, der aktuelle Präsident des Rotary Clubs Bayreuth, und Dr. Bertram Schmack, der ihn in dieser Position am Freitag ablösen wird, den Scheck übergaben: Das Geld stammt aus Spenden des Bayreuther Rotary Clubs, des Rotary Clubs in Moshi, in dessen Gebiet das Krankenhaus liegt, und von Rotary International.

Seiler, selbst kein Rotarier, arbeitete von 1979 bis 1983 am Machame-Hospital und war von 1988 bis 1993 dessen Ärztlicher Direktor, er wird die Summe an das Krankenhaus weitervermitteln.

"Der Transporter muss alles auf Erdstraßen transportieren - auch während der Regenzeit: Nahrungsmittel, Medikamente, Baumaterial, Patienten und manchmal auch Särge“, sagt Seiler: "Während in unseren Kliniken vieles von Transportuntemehmen angeliefert wird, muss man sich in Tansania im ländlichen Bereich noch alles selbst holen." Das 120-Betten-Krankenhaus hat zudem neun Außenstationen, die versorgt werden müssen.

   
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